WirtMed ‒ Die Verordnung von Arzneimitteln: Prüfung und Steuerung von Wirtschaftlichkeit und Qualität


Zusammen mit den Konsortial- und Kooperationspartnern, bestehend aus den Allgemeinen Ortskrankenkassen in Sachsen und Thüringen (AOK PLUS), Hessen (AOK Hessen) sowie Bayern (AOK Bayern), dem Universitätsklinikum Erlangen, den Kassenärztlichen Vereinigungen Bayerns und Hessens sowie dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung der Bundesrepublik Deutschland (ZI), beteiligte sich das Fachgebiet für Gesundheitsökonomie der TUM an der „WirtMed"-Studie.

Unter Konsortialführung der Philipps-Universität Marburg wurden im Rahmen des durch den Innovationsfonds des G-BA geförderten Projekts neue Verfahren entwickelt und erprobt, mit denen die Kassenärztlichen Vereinigungen und die gesetzlichen Krankenkassen zukünftig die Wirtschaftlichkeit und Qualität von Arzneimittelverordnungen prüfen und sinnvoll steuern können. In fünf Teilprojekten wurden verschiedene Aspekte der Verordnung und ihrer Steuerung untersucht, überwiegend anhand von Routinedaten der Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen. Es wurde analysiert, wie bisherige Steuerungsinstrumente die Verordnungen beeinflussen.

Key facts


Forschungsfrage

Entwicklung und Erprobung neuer Verfahren zur Verbesserung der Steuerung und Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Qualität von Arzneimittelverordnungen


Laufzeit/Förderdauer

2017-2021


Gefördert durch

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) - Innovationsausschuss


Projektpartner

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung Deutschlands, AOK Bayern, AOK PLUS, AOK Hessen, Universitätsklinikum Erlangen, Philipps-Universität Marburg


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Weiterführende Links

Betrachtet wurden dabei auch sogenannte Tracer-Medikamente, teure Wirkstoffe, deren Zusatznutzen und Langzeitwirkung nicht ausreichend belegt werden konnten. Das Fachgebiet für Gesundheitsökonomie hat insbesondere die Diffusion solcher Tracer-Medikamente in der Versorgung anhand netzwerkanalytischer Methoden mithilfe der Routinedaten untersucht.

Zudem wurde das gegenwärtige Vorgehen der bayerischen Prüfungsvereinbarung mit dem der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen verglichen. Neben dem konkreten Verordnungsverhalten wurde auch untersucht, wie niedergelassene Vertragsärzte die Regelungen wahrnehmen und umsetzen, welche Schwierigkeiten und Nachteile sie sehen. Schließlich wurden Strategien des sogenannten "Profiling" entwickelt. Die Methode des Profiling wird international bisher vor allem zur Untersuchung der Krankenhaussterblichkeit eingesetzt. In WirtMed wurde sie angepasst, um problematische Verordnungen von Medikamenten zu identifizieren. 

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